Kein Steuergeld zur Förderung von Lungenkrebs
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Sonntag, 15 Januar 2006
Nichtraucher-Initiative fordert rauchfreies Bürgerhaus
 Jedes Jahr sterben in Deutschland 110 000 bis 140 000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Nun will die Gemeinde Unterschleißheim mit Steuermitteln das Fehlverhalten auch noch fördern. Statt das Rauchen 
durch ein Rauchverbot im Bürgerhaus zu erschweren und damit die Befreiung vom Nikotin zu erleichtern, will sie mit 18 000 Euro die Zuführung von Suchtgift fördern: In Form eines "Air-Towers" sollen Raucher Gelegenheit erhalten, ihr Suchtverhalten bequem auszuleben. Das ist eine Provokation vor allem der gesund lebenden Bürger, die mit ihren Abgaben die Leistungen des Staates auf allen Ebenen in erheblichem Umfang finanzieren.
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So soll der Air-Tower aussehen
Wer über die Belastungen des Gesundheitswesens und mangelnde Flexibilität der Wirtschaft klagt, gleichzeitig aber alles dafür tut, krankmachende Verhaltensweisen aufrechtzuerhalten oder sogar zu fördern, handelt nicht nur völlig irrational, sondern auch bürgerfeindlich. Der Tatsache, dass jährlich über 3 300 Nichtraucher an den Folgen des Passivrauchens sterben, kann nur durch "Raucher an die frische Luft" effektiv begegnet werden. Länder wie Irland und Italien, denen wir es nie zugetraut hätten, haben es uns vorgemacht: Sie haben das Rauchen ins Freie verbannt und den jungen Menschen gezeigt: Rauchen ist out. Bei uns scheinen althergebrachte Verhaltensweisen und Einstellungen offenbar noch weit verbreitet. Wir müssen uns aber ändern, denn wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Am 18. Januar soll im Stadtrat die Entscheidung über die Anschaffung des "Air-Towers" fallen!
Letzte Aktualisierung ( Montag, 30 Januar 2006 )