CSU entgleitet die Umsetzung des Nichtraucherschutz-Gesetzes
Veröffentlicht von Udo Hattwig   
Samstag, 08 März 2008
Gut organisiert wird das "schärfste" Nichtraucherschutz-Gesetz der Bayerischen Regierung nach und nach außer Kraft gesetzt. Die Schlupflöcher Raucher-Club und geschlossene Gesellschaft führen dazu, dass immer mehr Lokale das Rauchverbot umgehen. Die Unwilligkeit der Wirte bei der Umsetzung der Regelungen auf der Wies'n mitzuhelfen, will die Regierung scheinbar damit lösen, auf allen Festen das Rauchen wieder zu genehmigen.

Wie auf gut organisierten Internetseiten der Verweigerer zu lesen ist, sind in München bereits weit über 100 Lokale dazu übergegangen, Clubs einzurichten bzw. Räumlichkeiten zeitweise als geschlossene Gesellschaften zu deklarieren. Da dieses Unwesen zu Lasten der kleinen Einraum-Kneipen geht, da ihnen die rauchende Kundschaft wegläuft, werden auch die restlichen kleinen Wirtschaften nachziehen müssen, um nicht pleite zu gehen.

Einzig die großen Lokale mit Laufkundschaft und Touristen haben in diesem Bereich weniger Probleme.

Die bayerische Lösung wurde uns als das Gelbe vom Ei verkauft, da Raucher keine Ausweichmöglichkeiten hätten, und somit ihrem kleinen Lokal treu blieben. Genau das Gegenteil ist der Fall und die Gesetzgeber sehen diesem Treiben zu und beteuern, dass diese Ausnahmeregelungen weiter großzügig gehandhabt werden.

Somit kann man sich durch Eintrag in eine Liste oder durch Zahlen von 2 € vom Rauchverbot lebenslang freikaufen. Die Mitglieder verschiedener Vereine haben außerdem die Möglichkeit, sich bayernweit dem Rauchverbot zu entziehen.

Wer auf der Strecke bleibt sind nach wie vor die Bediensteten in der Gastronomie! Außerdem die Gäste, wenn ein Lokal von 18:00 bis weit in die Nacht hinein als Raucher-Kneipe ausgewiesen wird, tagsüber aber als Nichtraucher-Lokal dient. Wer will sich in so eine stinkende Umgebung setzen, in der die Schadstoffe aus allen Ecken dringen.

Mittlerweile sind jede Menge Raucherzimmer entstanden, für die es keine Regelungen gibt, um die Schadstoffe vom eigentlichen Lokal fern zu halten.

Die NIM wird diesem Treiben nicht tatenlos zusehen und ist dabei, an verschiedensten Fronten diesen Mißstand  zu thematisieren und dagen zu protestieren.

Udo Hattwig 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 09 März 2008 )