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Das Ende der Toleranz Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Udo Hattwig   
Samstag, 17 Juni 2006

ImageQuelle: Spiegel Nr. 24 vom 12.06.2006

Das erste Mal nimmt sich ein bedeutendes Magazin dermaßen umfangreich dem Thema Nichtraucherschutz an. Auf 12 Seiten werden eine Menge Gesichtpunkte des Themas beleuchtet.

Fazit des Redakteurs Marco Evers:
Kein Zweifel - der Zeitgeist ist ein Nichtraucher

Folgende Punkte werden von ihm umfassend beleuchtet:

  • Gute Beispiele aus dem Ausland - überall steigt nach Einführung von Rauchverboten die Akzeptanz. Die erwarteten starken Umsatzeinbußen in der Gastronomie blieben aus.
  • Schilderung der deutschen Insel der Rauchseligen mit unbeschränkter Werbung für Zigaretten.
  • In Deutschland haben die Zigarettenindustrie und ihre Lobbyisten seit mehr als 30 Jahren mehr Einfluss auf die gesellschaftliche Elite und auf Politiker als in jedem anderen Land der Welt.
  • Der Heidelberger SPD-Abgeordnete Lothar Binding will einen Gruppenantrag alle Fraktionen einbringen, um Deutschland vom "Zwang zum Passivrauchen" zu befreien.
  • Die Wischiwaschi-Vereinbarung mit der DEHOGA kann den Nichtraucherschutz nicht weiterbringen.
  • Es ist bizarr: In dem Land, das so stolz ist auf seine sauberen Schornsteine, findet der Wunsch nach gleichermaßen ungefährlicher Innenluft keine Mehrheit. Acrylamid im Kartoffelchip verursacht äußerste Empörung - Formaldehyd in der Kneipe nicht.
  • Zigarettenhersteller gelten Deutschlands Mächtigen immer noch als ehrenhafte Leute mit legitimen Interessen, anders als in den USA und Großbritannien, wo Tabakvertreter oft wie aussätzig sind.
  • Die Arbeitsstättenverordnung führt dazu, dass Antragsteller als Querulanten bezeichnet werden und von Kollegen gemoppt werden.
  • Fünf Millionen ihrer Kunden schicken die Tabakkonzerne jedes Jahr in den Tod. Mindestens die gleiche Anzahl müssen sie jedes Jahr neu rekrutieren, was ihnen am ehesten bei den Jugendlichen gelingt.
  • Erklärt wird auch, warum das Passivrauchen so gefährlich ist, die Beimischungen immer umfangreicher wurden und damit die Verbrennungsrückstände ständig erweiterten.
  • Die Rücksichtnahme der Politiker könnte auch auf den Umstand zurückzuführen sein, dass im Nationalsozialismus das Zigarettenrauchen als Gefährdung des Volkskörpers, der Wehrfähigkeit, Fruchtbarkeit und Reinheit aller Deutschen galt.
  • Ein geschichtlicher Rückblick über die Forschungen zum Thema Gefahren des Rauches.
  • Eine Liste der Rauchopfer, Motivation der Jugendlichen, mit dem Rauchen zu beginnen, die verrauchte WM 2006 in Deutschland führen weiter zur Aussage des Autors, dass die deutsche Regierung endlich aufwachen muss.
  • Statistiken und ein Abschnitt über die Mithilfe der Wissenschaftler bei den Manipulationen der Tabakindustrie (Redakteur: Udo Ludwig) schließen den Artikel ab.

    Internetseite: spiegel.de

Anmerkung:

Nach dem jahrzehntelangen Kampf der Organisationen, die sich dem Nichtraucherschutz verschrieben haben, Krebsforschungszentren, Ärztlichen Arbeitskreisen etc., kann dieser Artikel nur begrüßt werden. Endlich wird mit eine Auflage von ca. 1 000 000 Stück eine breites Publikum dermaßen umfangreich mit der Problematik vertraut gemacht. Hoffentlich ziehen andere Verlage nach.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 18 Juni 2006 )
 
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