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Nichtraucherschutzgesetze Konjunkturprogramm für Gaststättengewerbe Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Ernst-Günther Krause   
Freitag, 03 Juli 2015
Speiserestaurants profitieren mehr als reine Getränkekneipen

Vor 2008 ging es mit dem deutschen Gaststättengewerbe steil bergab. Der reale Umsatz der speisengeprägten Gastronomie nahm seit 1994 jedes Jahr im Durchschnitt um 4,3 Prozent ab, bei der getränkegeprägten Gastronomie registrierte das Statistische Bundesamt sogar ein jährliches Minus von 6,9 Prozent.


Mit Inkrafttreten der Nichtraucherschutzgesetze – die meisten davon am 1. Januar 2008 – setzte die Trendwende ein: zwischen 2008 und 2010 infolge der weltweiten Finanzkrise noch etwas zaghaft, danach aber immer besser. Aus dem jahrzehntelangen erheblichen Umsatzrückgang wurde zwischen 2011 und 2014 ein durchschnittliches Plus von 0,3 Prozent für die speisengeprägte Gastronomie. Die getränkegeprägte Gastronomie schaffte es zwar noch nicht in den positiven Bereich, doch liegt das geringe Minus von durchschnittlich 0,7 Prozent in den letzten vier Jahren um Welten besser als der stetige jährliche Umsatzrückgang von fast 7 Prozent in den zwei Jahrzehnten davor.

In Bayern lagen die Umsätze bereits 2010 deutlich über denen des Vorjahres. Bemerkenswert ist, dass der Umsatz in den ersten sechs Monaten nach dem Volksentscheid im Plus lag, während er in den sechs Monaten zuvor ein deutliches Minus aufwies. Das gilt sowohl für die speisengeprägte (+2,0% gegenüber -3,1%) als auch für die getränkegeprägte Gastronomie (+1,2% gegenüber -5,4%). Mit dem gesetzlichen Nichtraucherschutz steigt auch die Zahl der Beschäftigten im Gaststättengewerbe wieder an.

Ähnlich wie in Bayern verläuft die Umsatzentwicklung in Nordrhein-Westfalen, dem mit 17 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Bundesland. Zwar gelten weitgehend identische Regelungen erst seit 1. Mai 2013, doch ihre Wirkung zeigt sich in Nordrhein-Westfalen genauso wie in Bayern.

"Der gesetzliche Nichtraucherschutz war und ist ein Konjunkturprogramm für das Gaststättengewerbe", bezeichnet NIM-Vorsitzender Ernst-Günther Krause deshalb die aus seiner Sicht erfreuliche Entwicklung. "Das schließt nicht aus, dass einzelne kleine Gaststätten Umstellungsprobleme hatten. Doch inzwischen wissen die meisten Wirte, dass sie mit 'rauchfrei' gut leben und verdienen können."

Ernst-Günther Krause

Statistische Daten zum Gaststaettengewerbe.pdf Statistische Daten zum Gaststaettengewerbe.pdf (41.81 KB)
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 08 Juli 2015 )