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NIM-Kurier Nr. 68 - 10/2007 Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Udo Hattwig   
Montag, 10 September 2007

Beitragsinhalt 

Einladung zur Feier 30 Jahre Nichtraucher-Initiative München e.V.
Näheres zur Jubiläumsfeier
Statt vorn dran hinten dran
Vegelangelo sucht neue Bleibe
Vereinstreffen
15 000 Euro von der Tabakindustrie für Café Forum
Statistik: Rauchen und Nichtrauchen in Bayern
Rauchfreie Freizeitgestaltung



Einladung zur Feier 30 Jahre Nichtraucher-Initiative München e.V.

Image       30 Jahre, das sind eineinhalb Generationen, in denen sich viel bewegt hat. Wie sie diese Zeit erlebt hat, wird die prominente "Fernsehärztin" Dr. med. Antje-Katrin Kühnemann als Ehrengast bei der Jubiläumsfeier der NIM schildern. Auf dem Bild rechts überreicht ihr der damalige NID-Präsident Prof. Gerhard Mai am 5. April 1995 im Münchner Künstlerhaus den Medienpreis für eine rauchfreie Gesellschaft. In seiner Laudatio vor fast 100 Anwesenden hob Mai hervor, dass die Preisträgerin öffentlich und eindeutig gegen das Rauchen und für Nichtraucherschutz eingetreten sei. Dabei hätte sie ihre Möglichkeiten als eine im öffentlichen Leben stehende Ärztin voll ausgeschöpft. Antje-Katrin Kühnemann verriet in ihrer Dankesrede, dass sie als junge Erwachsene auch einmal für kurze Zeit zu den Raucherinnen gezählt habe, doch sei sie sich darüber klar geworden, dass Rauchen mit Abhängigkeit verbunden ist, sie hingegen frei sein wollte. Der Schritt weg von der Zigarette sei ihr deshalb nicht schwer gefallen.

Image
Dr. Gerhard Mai und Antje-Katrin Kühnemann 1995
Immer wenn sie mit Jugendlichen zusammenkomme und dieses Thema angeschnitten werde, spreche sie deshalb nicht nur über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens, sondern auch von den psychologischen Vorteilen des Nichtrauchens, wie Freiheit, Unabhängigkeit und Leistungsfähigkeit.

30 Jahre Vereinsgeschichte sind keine trockene Angelegenheit, vor allem dann nicht, wenn die Worte mit vielen Bildern auf einer 180 cm breiten Leinwand untermalt werden und musikalische Beiträge für reichlich Abwechslung sorgen:

Franz Aßbichler wird jene Gstanzl vortragen, die er bereits vor rund zwanzig Jahren in der Münchner Fußgängerzone den Passanten dargeboten hat. Sie stammen aus einem Gstanzl-Wettbewerb der NIM zum Rauchen/ Nichtrauchen.

Michael Eilert wird seinen Beitrag aus dem Liedermacher-Wettbewerb Drug Stop (Lieder gegen die Abhängigkeit von Nikotin und Alkohol) präsentieren: "Ich Kamel..."

Simon Alexander Krause wird ein Gitarren-Solo spielen – wie 1995 bei der Medienpreis-Verleihung an Dr. Antje-Katrin Kühnemann.
Die Teilnehmer an der Jubiläumsfeier werden sich auch an einem musikalischen Beitrag japanischer NIM-Mitglieder erfreuen können.

Auf zwei von mehreren Höhepunkten der Vereinsgeschichte gehen ein:
Wolfgang Niemann wird in einem kurzen Vortrag daran erinnern, dass die NIM einen maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Liste Nichtraucherschutz bei den Betriebsratswahlen am Siemens-Standort München Hofmannstraße auf Anhieb 12,2 Prozent der Stimmen und vier Sitze erhielt.
Ernst-Günther Krause wird kurz schildern, wie die aus NIM-Mitgliedern bestehende Wähler-Initiative Nichtraucherschutz (WIN) bei den Wahlen zum Münchner Stadtrat beinahe einen Sitz errang.
Stadtrat Dr. Reinhard Bauer wird das Grußwort des Oberbürgermeisters übermitteln und Prof. Dr. Friedrich Wiebel für den Ärztlichen Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit sprechen.

Wann und wo findet die
Jubiläumsfeier statt?
Samstag
3. November 2007
14 bis 17 Uhr
InterCityHotel
Bayerstraße 10

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Näheres zur Jubiläumsfeier

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Das InterCityHotel liegt im südlichen Teil des Bahnhofgebäudes direkt an der Trambahnhaltestelle Hauptbahnhof-Bayerstraße und ist von dort aus mit wenigen Schritten erreichbar. Im Eingangsfoyer weisen Schilder auf den nahe gelegenen Festsaal hin.

Die Teilnehmer an der Jubiläumsfeier können sich an einem Kaffee-/Tee- und Kuchenbuffet bedienen. Dafür ist ein Beitrag von 10 Euro zu entrichten.

Um rechtzeitig auf eine höhere Teilnehmerzahl als geplant reagieren zu können, ist eine Anmeldung erforderlich.

Bitte kündigen Sie Ihre Teilnahme mündlich oder schriftlich bis spätestens 28. Oktober 2007 an:

Nichtraucher-Initiative München e.V. (NIM)
Carl-von-Linde-Str. 11
85716 Unterschleißheim
( (089) 317 12 12
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können

Selbstverständlich können Sie auch interessierte Bekannte mitnehmen. Bitte melden Sie auch diese zahlenmäßig vorher an. Danke!

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Statt vorn dran hinten dran
Edmund Stoiber kann ursprünglichen Termin nicht einhalten

Die bayerischen Bürgerinnen und Bürger sollten die ersten sein, die vor den Gesundheitsgefahren des Passivrauchens geschützt werden. Die Bayerische Staatsregierung verabschiedete deshalb einen Tag nach dem Beschluss der Bundesländer am 23. März 2007 einen Gesetzentwurf, der anschließend dem Bayerischen Landtag zugeleitet wurde. Doch die CSU-Fraktion verzögerte den Gesetzgebungsprozess, so dass Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen den Bayern die Nase zeigen konnten.

Zu Recht kritisierten die Oppositionsparteien SPD und Grüne, dass die Bayern statt vorn dran hinten dran marschieren. Sie werfen der Bayerischen Staatsregierung außerdem vor, im Gesetzentwurf zu viele Ausnahmen, z.B. Raucherräume mit Bedienung, Raucherlaubnis in Festzelten, zugelassen und deshalb mehr ein Flickwerk als ein stimmiges Gesamtwerk vorgelegt zu haben.

Allerdings: Was die drei "schnellen" Bundesländer beschlossen haben, ist inhaltlich weder vorbildlich noch vom Termin her zu verantworten. An vielen Stellen zwickt und zwackt es, weil die Betroffenen, also die Behörden, die Krankenhäuser, die Gaststätten usw. keine Zeit hatten, sich auf die neuen Zeiten gut vorzubereiten. Was nutzt ein früher Termin, wenn fast sämtliche Ausführungsbestimmungen fehlen und die Kontrollorgane herumlavieren und fast ausnahmslos ankündigen, nur Verwarnungen aussprechen und keine Bußgeldbescheide verhängen zu wollen. Viele Raucher nehmen derartige Äußerungen zum Anlass, sich gesetzwidrig zu verhalten.

Ob die Abgeordneten des Bayerischen Landtages aus den Erfahrungen der übereilt vorgehenden Bundesländer lernen und auf eine solide Gesetzgebung setzen, bleibt abzuwarten. Schon das bisher vorgesehene Datum für das Inkrafttreten, der 1. Januar 2008, ist nicht gut gewählt. Eine Nacht, in der viele Menschen durch Alkoholkonsum enthemmt agieren, dürfte wohl der ungünstigste Zeitpunkt sein, den man sich denken kann. Ein viel besseres Datum wäre der 2. Dezember 2007. Der 1. Advent ist ein Tag, der in einer Jahreszeit liegt, die zumindest in einem christlich geprägten Land mehr Chancen bietet, Verständnis für das Recht auf Schutz vor einer realen Gesundheitsgefahr zu finden. 

egk

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Vegelangelo sucht neue Bleibe

Das vegetarische Restaurant Vegelangelo, über das im letzten NIM-Kurier berichtet wurde, muss wegen Auslaufen des Mietvertrags Ende September 2007 schließen. Da der Vermieter die Räume künftig nicht gastronomisch nutzen will, sucht die Wirtin Iris Stegmayr eine neue Bleibe, die bestimmte Bedingungen erfüllen soll. Näheres unter www.vegelangelo.de.

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Vereinstreffen

Jeden 2. Mittwoch im Monat ab 19 Uhr

im

Restaurant Padova (Nebenraum)

Ampfingerstr. 48
81671 München

(Ecke Berg-am-Laim-Straße)
direkt an der Haltestelle der Buslinie 144 und Tramlinie 19
(zwei Stationen vom Ostbahnhof)
Parken in der Nähe möglich!

Wenn Sie rauchfrei essen, trinken und sich unterhalten wollen,
kommen Sie doch einfach einmal vorbei!

Nächste Termine im Restaurant Padova:

10.10., 14.11. und 12.12.2007 sowie 09.01.2008

Im August kein Vereinstreffen!

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15 000 Euro von der Tabakindustrie für Café Forum

Wenn es nach dem Willen einiger Gastwirte und vor allem der Tabakindustrie geht, sollen Raucher und Nichtraucher künftig in einem gemeinsamen Raum die Angebote der Gastronomie genießen. Dieses Ziel verfolgt auch Martin Kolonko, der Inhaber des Café Forum an der Corneliusstraße 2 in München, ein paar Schritte entfernt vom Staatstheater am Gärtnerplatz. 2004 ließ er 46 Lüftungskästen in die Decke einbauen, durch die die Hälfte der Innenluft aus dem Lokal abgesaugt wird. Im Gegenzug wird saubere Außenluft hineingeleitet. Die Belüftungsanlage kostete insgesamt 30 000 Euro, die Hälfte zahlte der Tabakkonzern BAT.

Die Gäste hatten sich jahrelang über die schlechte Luft beklagt – und sie tun es auch weiterhin, wenn auch nicht im selben Umfang wie früher. Für die NIM kommt das Café Forum jedenfalls gegenwärtig nicht als Ort für das Vereinstreffen in Betracht. Ein "Kontrollbesuch" endete mit absehbarem Ergebnis: Man muss schon sehr abgestumpft sein, um als Nichtraucher vom Tabakrauch nichts mitzubekommen. Der Teil des Cafés, in dem Speisen gereicht werden, ist als Nichtraucherbereich deklariert, in den anderen Teilen darf munter gequalmt werden: an der Bar und im eigentlichen Cafébereich. Von dort dringt immer wieder tabakrauchhaltige Luft hinüber zu den Gästen, die die mit viel Liebe zum Detail zubereiteten Speisen verzehren. Grund dafür sind Luftverwirbelungen, hervorgerufen durch Gäste und Personal. Alle atmen und bewegen sich, sie öffnen und schließen die Türen beim Kommen und Gehen.
Spätestens 2008 wird jedoch auch das Café Forum sein Platzangebot an die dann geltende Gesetzeslage anpassen müssen. Wenn es bei den im Gesetzentwurf vorgesehenen Ausnahmen bleibt, muss Martin Kolonko wohl wieder die Handwerker rufen, damit sie mehrere Mauern hochziehen, um einen abgeschlossenen Raucherraum zu schaffen. Denn derzeit trifft auf die Luftqualität im Café Forum das zu, was Rudolf Schierl vom Institut für Arbeits- und Umweltmedizin in der Süddeutschen Zeitung vom 7. März 2007 formulierte: "Dass die Anlagen den Kohlendioxidwert senken, bringt kaum etwas. Denn die wirklich gefährlichen, krebserregenden Stoffe im Tabakrauch, beispielsweise Benzol oder Formaldehyd, bleiben nach wie vor in der Luft."

Zur Erinnerung: Martin Junker vom Institut für Hygiene und Arbeitsphysiologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ermittelte 2001 in einer Studie, dass mindestens 3 000 Kubikmeter Frischluft erforderlich sind, um den Tabakrauch einer Zigarette so weit zu verdünnen, dass keine Reizungen der Augen und der Nase auftreten. 19 000 Kubikmeter (das ist ein Würfel mit ca. 27 m Kantenlänge) Frischluft sind gar nötig, um den Tabakrauch einer Zigarette so weit zu verdünnen, dass er nicht mehr wahrgenommen werden kann. NIM-Mitglied Gertrud Sieger übersetzte die in der Fachzeitschrift Environmental Health Perspectives veröffentlichte Junker-Studie. Sie ist nachzulesen auf der NID-Webseite http://www.nichtraucherschutz.de/Dokumente/PDF/ethdt.pdf.

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Statistik: Rauchen und Nichtrauchen in Bayern

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit veröffentlichte im Gesundheitsmonitor Bayern 2/2007 Ergebnisse von verschiedenen Umfragen. Dazu gehören u.a. der Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes, die bayerischen Jugendgesundheitsstudien und die Europäische Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen. Ein paar bemerkenswerte Ergebnisse:

Bayern hat die niedrigste Raucherquote. Das zeigt die folgende Grafik. Bundesweit gaben 32,2 % der Männer und 22,4 % der Frauen im Mikrozensus 2005 an zu rauchen (zusammen 27,2 %).

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Da in die Befragung alle über 15-Jährigen einbezogen wurden, wirkt sich der geringe Raucheranteil bei den über 60-Jährigen senkend auf die Durchschnittsquote aus, die bei den 15- bis 60-Jährigen bei etwa 32 Prozent liegt.

Bei den Männern fällt der Zusammenhang zwischen Rauchverhalten und Schulabschluss sehr stark ins Auge.

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Kinder mit Eltern ohne Schulabschluss haben die geringsten Chancen, in einem Nichtraucherhaushalt aufzuwachsen.

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Die Daten zeigen, dass die Gesetzgebung in diesem Jahr nur ein Anfang sein kann und noch viel zu tun bleibt, um jedem Kind die Chance auf ein Leben frei vom Passivrauchen zu geben.

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Rauchfreie Freizeitgestaltung

An dieser Stelle veröffentlicht die Nichtraucher-Initiative München rauchfreie Freizeitveranstaltungen, die ihr bekannt werden. Näheres ist beim jeweils angegebenen Ansprechpartner zu erfahren.

ArtDatumZeitOrt bzw. Gipfel/hm3)Ansprechpartner   
Bergwandern/
Bergsteigen
Sa. 06.10.07
So. 07.10.07
So. 21.10.07
08:30
09:00
08:00
Krahbergzinken (Herbstreise)
Preintaler Hütte (Herbstreise)
Bodenschneid/800
Günther K.
(0 89) 3 17 12 12
SkitourenSa./So.
Dezember-April
07:00Je nach SchneelageGünther K.
(0 89) 3 17 12 12
Reisen05.10.- 07.10.0715:00Herbstreise der NIM nach
Schladming
(Steiermark)
 NIM
(0 89) 3 17 12 12
Jazz-Abendjeden letzten Do. im Monat
Okt.: 25.10.07
18:00
Musik
20:00
Music Res. Piazza Linda
Elisabethstr. 12
http://www.piazzalinda.de/
089/27272201
Offene Musikbühnejeden
2. u. 4. Fr
imMonat
20:00 - 24:00Café Wildwuchs/Werkhaus,
Leonrodstr. 19
http://www.werkhaus-ev.de/
Franz W.
(0 89) 47 98 22
Tanzen4)Fr und So20:30 - 24:00Tanzschule Klaus
Sennebogen, Karlstr. 44
Klaus S.
(0 89) 55 58 00
Skatjeden Do.
19:30Wienerwald-Restaurant
Berner Str. 4
Gotthard O.
(0 89) 89 42 77 66
Theater
(bayerische
Theaterstücke)

(Termine der rauchfreien
Aufführungen)
Fr/Sa
12.10./13.10.07
19.10./20.10.07
26.10./27.10.07
20:00Gasthaus Brückenwirt ,
An der Grünwalder-Brücke 1
Höllriegelskreuth
Sonja B.
(0 89) 95 92 80 10
  http://www.volkstheater-lampenfieber.de/
Fr/Sa
06.10./12.10.07
27.10.07
02.11./09.11.07
17.11./24.11.07
20:00Gasthaus zur Post, Perlach
Pfanzeltplatz 12
Irmgard H.
(0 89) 43 57 74 35
(mo.-fr.09-18:00)
  http://www.echtboarisch.de/
Vereinstreffen der NIM2)


jeden 2. Mi. im Monat
10.10.07
14.11.07
12.12.07
09.01.08
19:00Restaurant Padova,
Ampfingerstr. 48 
NIM
(0 89) 3 17 12 12
1) Anmeldung erforderlich
3) hm = Höhenunterschied in Meter
2) ausgenommen August
4) Wegen möglicher Ausnahmen bitte vorher anrufen!

Aufgabe der Nichtraucher-Initiative München (NIM) ist gemäß Satzung u.a. die Förderung vereinsunabhängiger rauchfreier Freizeitgestaltung, z.B. durch Zusammenführung von Interessenten.

Organisieren Sie doch auch einmal einen "Termin" für Ihr Hobby, z.B. Radfahren, Jogging, Skilanglauf, Schach, Singen, Musizieren, Theater-/Kinobesuch, Fotografieren usw.!

Die NIM unterstützt Sie! Geben Sie sich einen Ruck, rufen Sie an: (0 89) 3 17 12 12.

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 26 März 2008 )
 
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