Beilage zum Nichtraucher-Info für Mitglieder der Nichtraucher-Initiative München e.V.

 

         Münchens nichtraucherfreundliche Gaststätte

Die NIM hat die bel air-Aktion zum Anlass genommen, die ihr bekannten Gaststätten, also Restaurants, Cafés, Pizzerias, Weinstuben usw., in einer eigenen Datei zu erfassen. Sie finden eine Zusammenstellung dieser Gaststätten unten auf der Seite. Gleichzeitig unterstützt die NIM die bel air-Initiative (bel air steht für gute Luft) bei der Vergabe eines Gütesiegels, mit dem nichtraucherfreundliche Gaststätten in verschie- denen Kategorien ausgezeichnet werden sollen. Dazu ist es notwendig, die Angaben der Wirte zu über- prüfen. Wer sich daran beteiligen will, kann bei der NIM (Tel. 0 89/3 17 12 12) das dazu erforderliche Bewertungsblatt anfordern Es ist mit wenig Aufwand auszufüllen. Besonders leicht ist es für diejenigen, die regelmäßig nichtraucherfreundliche Gaststätte aufsuchen.
Der abgebildete Tischaufsteller ist von der an der bel air-Aktion beteiligten Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns in größerer Stückzahl gedruckt worden und wird interessierten Gastwirten kostenlos zur Verfügung gestellt 

Tel. 0 89/3 00 11 22 (bel air – Dr. Inci Sieber). 

Wer will sich stärker für die NIM bei der bel air-Aktion engagieren Tel. 0 89/3 17 12 12.
 
               Der Informationsstand beim Streetlife-Festival

Der Informationsstand der NIM (offiziell der NID) beim Streetlife-Festival am 18./19. Juni in München- Schwabing war wie schon bei vielen anderen Gelegenheiten häufig umlagert von Passanten, die auf der autofrei gehaltenen Leopold- und Ludwigstraße flanierten. Die langen "Öffnungszeiten" – am Samstag von 16 bis 23 Uhr, am Sonntag von 10 bis 20 Uhr erforderten von den Betreuern des Standes schon einiges Standvermögen. Mit dabei: Maria Giorgioni, Udo Hattwig, Eiko Kawakami, Ikuko Koyama-Krause, Ernst-Günther Krause, Henri Kuntnowitz, Günther Möller, Dr. Peter Spieker, Lutz Wild. Ihnen allen herzlichen Dank!

Nachts kam es leider zu unerfreulichen Übergriffen eines Betrunkenen. Er riss – vom Mitarbeiter des vom Veranstalter beauftragten Sicherheitsdienstes beobachtet – das große Rauchverbotsdisplay herunter und zerstörte es. Außerdem entnahm er einem Karton Mundstücke für das Gerät zur Messung der Lungen- kapazität. Dank der herbeigerufenen Polizei konnten seine Personalien festgestellt werden.

Die NIM forderte von dem Täter 100 € zur Wiedergutmachung des Schadens, was dieser jedoch zunächst ablehnte.

Erst nach einem weiteren Schreiben, in dem die NIM die Beweislage schilderte und eine zivilrechtliche Klage androhte, überwies der Täter genau am Ende der gesetzten Frist 100 € auf das Konto der NIM. 

Erkundungen der NIM zufolge ist der Täter ein starker Raucher.
 
                          Monatliches Vereinstreffen

Jeden 2. Mittwoch im Monat ab 19 Uhr

ab September 2005

in der

Gaststätte zum Jagdschlössl
(Nichtraucherraum)

Nymphenburger Str. 162
direkt am Rotkreuzplatz

U1, Tram 12, Bus 53 + 132

Wenn Sie rauchfrei essen, trinken und sich unterhalten wollen,
kommen Sie doch einfach einmal vorbei!

Nächste Termine im Jagdschlössl:

12.10., 09.11.12.2005 -  ab 14.12.05 im Gasteig

                           Rauchfreies Wiesn-Zelt

Die Münchner Abendzeitung griff am 5. August die Forderung der NIM nach einem rauchfreien Bierzelt auf der Wiesn auf. In durchaus ansprechender Weise wurden einige der vorgebrachten Argumente den Lesern nahegebracht. Unerfreulich war jedoch, dass ausgerechnet der bayerische Gesundheitsminister Schnapp- auf angesichts eines internationalen Festes mit Millionen Besuchern von einem "missionarischen Über- eifer" sprach. 

Dagegen wich die in München für den Fremdenverkehr zuständige Referentin Gabriele Weishäupl von ihrer vor vier Jahren eingenommenen harten Gegenposition ab. Jetzt könne sie sich freiwillige Raucheinschrän- kungen in bestimmten Bereichen der Zelte vorstellen. Möglichkeiten für weniger Tabakqualm sehe sie vor allem an den beiden Familientagen (Dienstag).

Zur Erinnerung: 42,3 Prozent der 2001 im Auftrag der NIM vom Umfrageninstitut Klaus Peinelt GmbH befragten volljährigen Bevölkerung in München und den benachbarten Landkreisen würden beim nächsten Wiesn-Besuch in ein rauchfreies Bierzelt gehen. Nur 34,8 Prozent dagegen antworteten mit Nein (18,1 Prozent gehen in kein Bierzelt, 4,9 Prozent gaben keine Antwort). 

Das heißt: Rund 800.000 von den 2 Millionen Bürgern in München und Umgebung würden entweder "bestimmt" oder "eher ja" ein rauchfreies Bierzelt auf der Wiesn besuchen. 

Die NIM will die eindeutige Mehrheit für qualmfreie Verhältnisse auf dem weltweit größten Volksfest auch Realität werden lassen.

Nach Redaktionsschluss dieses NIM-Kuriers wird sie zusammen mit dem Ärztlichen Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit Feinstaubmessungen in Wiesn-Zelten vornehmen, mit denen gezeigt werden kann, wie schadstoffreich die Luft in Bierzelten ist, wenn darin geraucht wird. 
<<< So sollte es immer sein:

Messergebnis veröffentlicht: Dicke Luft auf der Wiesn - Hohe Feinstaubbelastung in Zelten 


Wiesn-Bedienungen mit Gasmaske - Hohe Rauchbelastung in den Festzelten - Nichtraucherverband für Konsequenzen - Wirte dagegen

--Von ddp-Korrespondent Arno Siegemund-- 

München (ddp-bay). In den Wiesn-Zelten auf dem Münchner Oktoberfest herrscht dicke Luft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Partikel-Messung der Münchner Nichtraucher-Initiative(NIM). Demnach wurden in mehreren Wiesn-Zelten die EU-Grenzwerte zur Feinstaubbelastung zum Teil um das Sechsfache über-  schritten. Der Chef des Münchner Verbandes und Vizepräsident der Nichtraucherinitiative Deutschland, Ernst-Günther Krause, spricht von "erschreckenden Ergebnissen". Das Partikelmessgerät zeigte mehrfach Werte von bis zu 300 Mikrogramm pro Kubikmeter an - der Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm.

Vorgenommen hat die Messungen Professor Dr. Friedrich Wiebel vom bundesweiten ärztlichen Arbeits- kreis "Rauchen und Gesundheit". Er sieht erhebliche Gefahren für die Besucher und vor allem für die Be- dienungen, die acht und mehr Stunden durch die verrauchte Luft laufen müssen. "Die Wiesn-Kellnerin ist um ein vielfaches stärker belastet als der Polizist an der vielbefahrenen Landshuter Allee", klagt Wiebel.

Der Toxikologe erklärt dies auch mit der Größe der Partikel. Im Tabakqualm sind seinen Angaben zufolge die Teilchen kleiner und können sich so viel leichter in den Atemwegen und der Lunge ablagern. Auch die große Höhe des Festzelts bringe da keine Erleichterung, sagt Wiebel. Die Rauchbelastung sei genauso wie in den Kneipen. Etwa 40 giftige Subtanzen wie Benzpyren oder Blausäure sind im Qualm enthalten.

Der Professor verweist in diesem Zusammenhang auch auf eine US-Studie, wonach im Gastronomie- gewerbe die Gefahr an Krebs zu erkranken etwa doppelt so hoch ist, wie bei anderen Arbeitnehmern. Der Mediziner betont: "Auch ein Mundschutz würde keinen Sinn machen, da müssten die Kellnerinnen schon mit der Gasmaske herumlaufen, um den Tabakrauch fernzuhalten." Für ihn ist der Qualm das reinste "Kampfgas". Passivrauchen sei lebensgefährlich.

Deshalb fordert die Nichtraucherinitiative für das nächste Jahr ein rauchfreies Wiesn-Zelt. Verbandschef Krause: "Das könnte die neue Attraktion auf dem Oktoberfest werden - ein Exempel auch für anderen große Volksfeste", gibt er sich optimistisch. Hier müssten sich die Stadt und die Betreiber zusammen- setzen und eine Lösung finden. Was in Italien, Irland und Norwegen gehe, müsste auch in Deutschland funktionieren, ist sich Krause sicher.

Doch da hat er die Rechnung ohne die Wiesn-Wirte gemacht. Hier herrscht große Skepsis. Wirte-Sprecher Toni Roiderer hat wenig Verständnis für die Forderung und sieht die bayerische Gemütlichkeit in Gefahr. "Wen der Rauch stört, der kann sich ja draußen hinsetzen."

Roiderer sieht die Gesundheit der Besucher und Bedienungen "für die 16 Tage im Jahr" nicht beein- trächtigt. Der Chef des Hacker-Zelts verweist dabei auf die modernen Abluftanlagen. Er selber ist stolzer Besitzer eines "Cabriodachs", mit dem Roiderer für optimale Entlüftung sorgt. "Ich gehe davon aus, dass mir das schon im nächsten Jahr einige Kollegen nachmachen werden", erklärt der Wirte-Sprecher.

Auch rauchfreie Boxen in den Zelten machen nach Roiderers Ansicht keinen Sinn, da sich der Qualm auch dorthin ausbreitet. Die Chancen für ein Nichtraucherzelt sieht Roiderer eher gering. Hier sei "die Stadt am Zug" - die müsse ein weiteres Zelt genehmigen.

Die gesundheitliche Belastung durch den Rauch kann auch Kellnerin Vroni Egger bestätigen. Die Süd- tirolerin ist vom Tabakqualm genervt. "Wenn es richtig voll ist, dann ist es schon schlimm - das geht dann richtig auf die Bronchien". Ein rauchfreies Wiesn-Zelt wäre für sie eine "gute Alternative".

Bei den Besuchern gehen die Meinungen auseinander. Die Befürworter eines Nichtraucherzelts beklagen neben der gesundheitlichen Gefahr auch den Gestank und Brandlöcher in den Klamotten. Die meisten halten ein Rauchverbot oder ein Nichtraucherzelt für nicht durchführbar. "Da könnte man gleich über ein Bierverbot nachdenken", gibt ein genervter Zigarrenraucher zu Bedenken.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Peinelt-Instituts im Auftrag der Münchner Nichtraucherinitiative begrüßt eine Mehrheit der Befragten ein rauchfreies Wiesn-Zelt. 42,3 Prozent würden ein neues Wiesn-Zelt für Nichtraucher besuchen. 34,8 Prozent lehnen diesen Vorstoß allerdings ab.

               Nichtraucherfreundliche Gaststätten in München


Stand: August 2005

Die folgenden Restaurants, Cafés, Pizzerias, Weinstuben usw. bieten rauchfreie bzw. raucharme Bereiche. Eine Erläuterung des Angebots (H, R, P, S, Z, F, V) befindet sich unter der Liste. 

Zur Excel-Tabelle - klick hier!!




 

 

 

 

 

 

Erläuterung des nichtraucherfreundlichen Angebots

       H     Rauchfreies Haus > Rauchen ist in allen Gasträumen nicht gestattet
P     Rauchfreie Zone > Ein bestimmter Teil des Gastraumes ist für Nichtraucher reserviert, 
       und zwar  x  von insgesamt  y Plätzen, z.B. P40-80.

S
     Generell rauchfrei bis auf kleinen Raum für Raucher
V
     Vegetarische Kost > Im Angebot befinden sich ausschließlich vegetarische Speisen.
Z
     Bei Hotel-Restaurants: Rauchfreie Zimmer für Übernachtung
F
     Bei Hotel-Restaurants: Rauchfreier Frühstücksraum oder wie bei P > Fx-y

Ergänzungen, Änderungen

Gerade in der Gastronomie wechseln die Pächter und Eigentümer sehr häufig, so dass es fast von einem auf den anderen Tag zu Änderungen beim bisherigen Angebot kommen kann. Erfreulicherweise kam es in den letzten Jahren selten zu Einschränkungen oder zur Abschaffung des nichtraucherfreundlichen Angebots. Manchmal wurde sogar aus einem rauchfreien Raum nach der "Neueröffnung" ein rauchfreies Haus. 
Wenn Sie, lieber Leser, liebe Leserin dieser Zeilen, nichtraucherfreundliche Gaststätten kennen, die hier nicht aufgeführt sind, oder wenn Sie von Änderungen bei den bestehenden erfahren: Teilen Sie es bitte der NIM mit, damit die Daten berichtigt werden können.

 
     Rauchfreie Freizeitgestaltung

An dieser Stelle veröffentlicht die Nichtraucher-Initiative München rauchfreie Freizeitveranstaltungen, die ihr bekannt werden. Näheres ist beim jeweils angegebenen Ansprechpartner zu erfahren.
Art Datum Uhrzeit Ort bzw. Gipfel/hm3) Ansprechpartner
Bergwandern/
Bergsteigen1)
Sa. 08.10.05
So. 09.10.05.
So. 23.10.05.
Di. 31.12.05
08:30
08:30
08:00
08:00
Hauser Kaibling/1000
Silbergkarhütte/Hölltalsee 
Lindlähnekopf/1000
Zwiesel oder N.N.
Günther K.
(0 89) 3 17 12 12
Skitouren Sa. oder So.
im Dezember
08:00 je nach Schneelage Günther K.
(0 89) 3 17 12 12
Reisen 07.-09.10.05 15:00 Schladming
Herbstreise der NIM
NIM
(0 89) 3 17 12 12
Kegeln Mo. 14-tägig 19:00 Hotel Alter Hof,
Fasanenstr. 4, Vaterstetten
Rudolf M.
(01 70)2 12 39 68
Offene Musikbühne jeden
2. u. 4. Fr
im Monat
20:00 - 24:00 Café 
Wildwuchs/Werkhaus,
Leonrodstr. 19
Franz W.
(0 89) 47 98 22
Tanzen4) Fr und So 20:30 - 24:00 Tanzschule Klaus
Sennebogen, Karlstr. 44
Klaus S.
(0 89) 55 58 00
Skat jeden Do.
07.07.05 usw
19:30 Wienerwald-Restaurant
Berner Str. 4
Gotthard O.
(0 89) 89 42 77 66
Theater
(bayerische
Theaterstücke)

(Termine rauchfreie
Aufführungen)
Fr/Sa 14.10., 15.10.,22.10., 28.10. 20:00  Gasthaus Brückenwirt ,
An der Grünwalder-Brücke 1
Höllriegelskreuth
www.brueckenwirt.de
Sonja B.
(0 89) 95 92 80 10
Fr/Sa 01.10.,
14.10.,04.11.,
19.11.05
20:00  Gasthaus zur Post,
Pfanzeltplatz 12
www.bayrische-volkskunst.de
Irmgard H. 
(0 89) 42 55 01
Fax 
(0 81 06) 30 13 72
Vereinstreffen der NIM2)

Achtung:
Neue Gaststätte ab
               14. Dezember 2005

siehe Lageplan >> klick hier
jeden 2. Mi. im Monat 19:00 Gaststätte zum Jagdschlössl
(Nichtraucherraum)
Nymphenburger Str. 162
direkt am Rotkreuzplatz
NIM
(0 89) 3 17 12 12
                
1) Anmeldung erforderlich  
3) hm = Höhenunterschied in Meter
2) ausgenommen August 
4) Wegen möglicher Ausnahmen bitte vorher anrufen!
Aufgabe der Nichtraucher-Initiative München (NIM) ist gemäß Satzung u.a. die Förderung vereinsunabhängiger rauchfreier Freizeitgestaltung, z.B. durch Zusammenführung von Interessenten.

Organisieren Sie doch auch einmal einen "Termin" für Ihr Hobby, z.B. Radfahren, Jogging, Skilanglauf, Schach, Singen, Musizieren, Theater-/Kinobesuch, Fotografieren usw.!

Die NIM unterstützt Sie! Geben Sie sich einen Ruck, rufen Sie einfach an: (0 89) 3 17 12 12.