Beilage zum Nichtraucher-Info für Mitglieder der Nichtraucher-Initiative München e.V.

 

                Stadtratsbeschluss: Bürgerversammlungen 
                                                                                 sollen rauchfrei sein

Der Verwaltungs- und Personalaus­schuss des Münchner Stadtrats hat am 14. Oktober 2003 einen Beschluss gefasst, der zur Folge hat, dass die Bürgerversammlungen in allen Münchner Stadtbezirken künftig rauchfrei abgehalten werden müssen – auch wenn sie in Gaststätten stattfinden. Entscheidend dazu beigetragen hat NIM-Mitglied Meinrad Höngdobler, der am 22. Mai 2003 folgenden Antrag an die Bürger- versammlung des 21. Stadtbezirkes gestellt hat: 

Antrag: Bürgerversammlungen sollten nach gründlichem Lüften des Versammlungslokals generell rauchfrei gehalten werden.

Begründung: Wie das Beispiel Obermenzing zeigt, sind rauchfreie Bürgerversammlungen, z.B. dort in einer Schule, möglich. Bürger von Pasing sind keine Bürger 2. Klasse, denen es zuzumuten wäre, stundenlang giftige und gesundheitsschädliche Rauchschwaden einzuatmen. Ich gebe aus diesem Grund meine Anträge heute nur schriftlich ab. 

Der Antrag wurde mit Mehrheit angenommen und als Empfehlung Nr. 29 der Bürgerversammlung des 21. Stadtbezirkes an das Direktorium der Hauptabteilung II, Abteilung Verwaltung, weitergereicht.

In der öffentlichen Sitzung vom 14. Oktober 2003 trug die Referentin, Bürgermeisterin Dr. Gertraud Burkert, den Mitgliedern des Verwaltungs- und Personalausschusses vor: 

"Als Vorsitzender einer Bürgerversammlung hat der Oberbürgermeister bzw. ein/e von ihm beauftragte/r Versammlungsleiter/in das Recht und die Pflicht, all diejenigen Anordnungen zu treffen, die für den ordnungsgemäßen Ablauf einer Bürgerversammlung erforderlich bzw. zweckdienlich sind. Dazu gehört auch der Erlass eines Rauchverbotes. 

Bürgerversammlungen finden vor allem – soweit wie möglich – in Schulgebäuden, Turnhallen, Veranstaltungshallen und Vereinsheimen statt. In Schulgebäuden und Turnhallen besteht grundsätzliches 'Rauchverbot'. Einige wenige Bürgerversammlungen finden in Gaststätten statt, wobei für solche Räumlichkeiten kein generelles Rauchverbot besteht. 

Aufgrund langjähriger Rechtsprechung steht fest, dass das Rauchen eine Belästigung darstellt, die das Recht der Nichtraucher auf Teilnahme an der Bürgerversammlung beeinträchtigt und damit auch die Funktionsfähigkeit der gesamten Veranstaltung gefährden kann. Der/Die Versammlungsvorsitzende ist deshalb in diesen Fällen berechtigt und verpflichtet, ein Rauchverbot zu erlassen. Nach Auffassung der Rechtsabteilung des Direktoriums ist es in diesem Fall auch nicht erforderlich, dass das Rauchverbot aufgrund eines entsprechenden Bürgerversammlungsbeschlusses ergeht. Der/Die Versammlungs- vorsitzende kann vielmehr von sich aus, falls er eine Belästigung von Versammlungsteilnehmern aufgrund des Rauchens feststellt, ein solches Rauchverbot anordnen. 

Nach diesen Grundsätzen ist der Erlass eines Rauchverbotes bei Bürgerversammlungen in München (wegen der großen Teilnehmerzahl, Dauer der Veranstaltung 2 bis 3 Stunden) regelmäßig sachlich begründet und zulässig. 

Antrag der Referentin: Der Verwaltungs- und Personalausschuss nimmt zur Kenntnis, dass die Leiterin bzw. der Leiter einer Bürgerversammlung ein Rauchverbot während der Veranstaltung anordnen kann. Wenn Bürgerversammlungen in Turnhallen oder sonstigen schulischen Räumen durchgeführt werden, besteht grundsätzlich schon ein Rauchverbot durch die Schulleitung. In Gaststätten bzw. in Lokalitäten, in denen kein generelles Rauchverbot besteht, soll von der Versammlungsleiterin/vom Versammlungs- leiter ein Rauchverbot erlassen werden." 

Auch wenn in dem vom Stadtratsausschuss angenommenen Antrag noch von "soll" die Rede ist: In der Praxis kann eine Versammlungsleitung nicht anders handeln als von vornherein ein Rauchverbot zu erlassen, da es kein Belüftungssystem gibt, das die Belästigung eines Nichtrauchers durch einen neben ihm sitzenden Raucher verhindern kann. Das Rauchverbot bei Bürgerversammlungen in München wird sich präjudizierend auch auf viele andere politische Veranstaltungen auswirken. Damit hat sich das  Engage- ment von Meinrad Höngdobler, seit 25 Jahren Mitglied der Nichtraucher-Initiative München, voll gelohnt.

 

 

            Monatliches Vereinstreffen


Jeden 2. Mittwoch im Monat ab 19 Uhr


im
Restaurant Padova
(Nebenraum)

Ampfingerstr. 48
(Ecke Berg-am-Laim-Straße)
direkt an der Haltestelle der Buslinie 19

(zwei Stationen vom Ostbahnhof)

Parken in der Nähe möglich!

Wenn Sie rauchfrei essen, trinken und sich unterhalten wollen,
kommen Sie doch einfach einmal vorbei:

Termine 2004:

 
14.01., 11.02., 10.03., 21.04., 12.05., 16.06.04

Die Vereinstreffen im April und Juni sind wegen der Schulferien verlegt.

             Rauchverbotsaufkleber für Pro Retina 

Am 8. November fand im Kolpinghaus St. Theresia in München ein Symposium (wissenschaftliche Ver- anstaltung) der Pro Retina Deutschland e.V. statt, einer Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netz- hautdegeneration. Um von vornherein auszuschließen, dass jemand von den rund 400 Teilnehmern während der Veranstaltung raucht, wurde jeder der 30 Tische mit einem gut sichtbaren Rauchverbots- aufkleber ausgestattet, den die NIM den Veranstaltern kostenlos zur Verfügung stellte. 

              Mitgliederversammlung am 10. März 2002  

Der Vorstand lädt alle Mitglieder recht herzlich ein zur 

26. ordentlichen Mitgliederversammlung

am 10 März 2004 um 20 Uhr im Restaurant Padova Ampfingstr. 48

Tagesordnung:

1.  Bericht des Vorstands
2.  Bericht der Rechnungsprüfer
3.  Diskussion und Entlastung des Vorstands
4.  Neuwahl des Vorstands
5.  Neuwahl der Rechnungsprüfer
6.  Künftige Aktionen
7.  Verschiedenes

 
                     Rauchen in der Großmarkthalle 

Inmitten von Obst- und Gemüsekisten qualmten die Händler – so geschehen und zu sehen sowohl am Tag der offenen Tür als auch in einer TV-Dokumentation über eine der größten Lebensmittel-Verteilzentralen Deutschlands: die Großmarkthalle in München. Über diesen anrüchigen Umgang mit Ernährungsprodukten informierte NIM-Mitglied Inge Brack das Kreisverwaltungsreferat. Dieses teilte der NIM drei Wochen später mit, dass bei den daraufhin vorgenommenen Kontrollen "keine nachteilige Beeinflussung der Lebensmittel durch Rauchen festgestellt werden" konnte. Um das Gegenteil belegen zu können, bittet die NIM alle Mit­ glieder, die in der Großmarkthalle einkaufen: Informieren Sie die NIM über Ihre Rauch-Wahrnehmungen (Tag, Uhrzeit, Stand usw.)!
 
            Herbstreise der NIM nach Mieders im Stubaital

Schönes Wetter war angesagt und so kam es auch. Von Freitagnachmittag bis Sonntagabend wurde der Himmel nur von anfänglichem Hochnebel getrübt, der sich jedoch spätestens um 10 Uhr auflöste, und von da an schien die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel. Eine gelungene "Wiedergutmachung" für Regen und Schnee im Vorjahr in Filzmoos.

Stubaital, das bedeutete in diesem Jahr (10. bis 12. Oktober) einen Blick auf verschneite Dreitausender und Zweitausender, denn in den Tagen zuvor hatte es reichlich Neuschnee gegeben. Kein Wunder also, dass die ersten Schneereste bereits in 1200 Meter anzutreffen waren. In 1800 Meter Höhe vereinten sie sich zu einer geschlossenen Schneedecke, die in über 2000 Meter auf mehr als einen Meter anwuchs. Kein Wunder also, dass die erste Bergwandergruppe beim vielen Spuren im weichen und tiefen Schnee ganz schön zu schnaufen hatte. Felix, Erika und Rosmarie schafften es bis auf 2200 Meter, Anni, Christa, Erwin, Gertrud, Ernst-Günther, Hans, Johannes, Karin und Rudi erreichten das Serlesjöchl in über 2.400 Meter Höhe und für Günther und Paul war erst der Serlesgipfel (2717 m) Endstation.

Sie alle kamen wieder glücklich beim Gasthof Maria Waldrast (1600 m) an, wo sie auf alle anderen trafen, die in zwei bis drei Stunden von Mieders aus gemütlich hoch wanderten, um es sich bei Sonnenschein so richtig gut gehen zu lassen. Manche füllten ihre Getränkeflasche mit Wasser aus einer Quelle des Wall- fahrtsortes in der Hoffnung, dass jeder Schluck wohltuend für die Gesundheit ist. Die meisten nahmen berg- ab den herrlichen Weg über das Gasthaus Sonnenstein, einige ließen sich vom Taxi hinunterkutschieren.

Dem Wandern am Tag folgte nach dem Abendessen das Tanzen in der Nacht. Die Musik dazu kam von zwei Einheimischen, genauer: von zwei Schwestern. Die Karoline spielte auf der Harfe, die Barbara auf der Steirischen Harmonika. Für viele Zuhörer ein besonderer Augen- und Ohrenschmaus – wer hat schon Gelegenheit, eine hervorragende Harfenspielerin beim Spiel aus nächster Nähe zu beobachten. Zwei Wochen später waren beide übrigens in der Fernsehsendung "Klingendes Österreich" mit Sepp Forcher im ORF II zu sehen.

Am Sonntag ging es mit dem Bus zunächst nach Fulpmes und dann zu Fuß zunächst sehr flach, später etwas steiler hinauf bis zum Gasthaus Vergör (1266 m). Hier ließ sich rund ein Dutzend der Wanderer auf der Sonnenterrasse nieder; die anderen folgten dem abwechslungs- und aussichtsreichen Höhenweg nach Neustift und machten erst am Gasthaus Pfurtschell (1296 m) länger Rast. Dann ging es immer mit Blick auf den Serleskamm und das Zuckerhütl, mit 3507 Metern der höchste Berg der Stubaier Alpen, ins Tal hinab. Der Bus holte alle zum vereinbarten Zeitpunkt in Neustift ab und brachte sie zurück zum Hotel Wiesenhof, wo sich alle zum Abschluss noch an Kaffee, Tee und Kuchen erfreuten.   EGK

Aufstieg zum Serlesjöchl 
                                     
und Serlesgipfel;

stellenweise bis zum Bauch im Schnee

Über 100 km reichte der Blick vom 

Serlesjöchl auf die verschneiten Alpen

Starker Andrang beim Abfüllen des

Heilwassers

Barbara und Karoline, zwei Vollblut-Musikantinnen
Seit vielen Jahren begeistert NIM-Mitglied Adolf Springer (Künstlername Addi) die Teilnehmer der Herbstreise mit seinen Zaubertricks - zwanzig Minuten lang, sozusagen am laufenden Band, meistens auch länger wegen der Zugaben.

 

 

Auf dem Bild links scheint er sich hinter einem bunten Tuch zu verstecken.

Bei einer Rast auf dem Höhenweg von Fulpmes nach Neustift
       
 
     Rauchfreie Freizeitgestaltung

An dieser Stelle veröffentlicht die Nichtraucher-Initiative München rauchfreie Freizeitveranstaltungen, die ihr bekannt werden. Näheres ist beim jeweils angegebenen Ansprechpartner zu erfahren.
Art Datum Uhrzeit Ort bzw. Gipfel/hm3) Ansprechpartner
Bergwandern/
Bergsteigen1)
Sa 31.12.03
Sa oder So
08:00
je nach Schneelage Günther K.
(0 89) 3 17 12 12
Wandern ab Februar 09.00-10.00 Wegen Erkrankung der Wanderführerin spätere Festlegung Gerda F.
(0 89) 65 86 60
Skitouren Sa oder So
07.00-08:00 Je nach Schneelage Günther K.
(0 89) 3 17 12 12
Offene Musikbühne jeden
2. u. 4. Fr
im Monat
20:00 - 24:00 Café 
Wildwuchs/Werkhaus,
Leonrodstr. 19
Franz W.
(0 89) 47 98 22
Tanzen4) Fr und So 20:30 - 24:00 Tanzschule Klaus
Sennebogen, Karlstr. 44
Klaus S.
(0 89) 55 58 00
Skat jeden Do.
08.01.04 usw
19:30 Wienerwald-Restaurant
Berner Str. 4
Gotthard O.
(0 89) 89 42 77 66
Theaterbesuch
(bayerische
Theaterstücke)
Fr   19.03.04
Sa 20.03.04
Sa 27.03.04
Fr  02.04.04
20:00  Gasthaus Brückenwirt 5,
An der Grünwalder-Brücke 1
Höllriegelskreuth
www.brueckenwirt.de
Sonja B.
(0 89) 95 92 80 10
Fr. 30.01.04
Fr. 13.02.04
Sa 28.02.04
Fr  12.03.04
Sa 20.03.04
Fr
   02.04.04
20:00  Gasthaus zur Post,
Pfanzeltplatz 12
www.bayrische-volkskunst.de
Irmgard H. 
(0 89) 42 55 01
Fax 
(0 81 06) 30 13 72
Vereinstreffen der NIM2) jeden 2. Mi. im Monat 19:00 Restaurant Padova, Nebenzimmer,
Ampfingerstr.
48
NIM
(0 89) 3 17 12 12
         
1) Anmeldung erforderlich  
3) hm = Höhenunterschied in Meter
5) www.brueckenwirt.de
2) 2004: Im April und Juni 3. Mittwoch - August entfällt 
4) Wegen möglicher Ausnahmen bitte vorher anrufen!
Aufgabe der Nichtraucher-Initiative München (NIM) ist gemäß Satzung u.a. die Förderung vereinsunabhängiger rauchfreier Freizeitgestaltung, z.B. durch Zusammenführung von Interessenten.

Organisieren Sie doch auch einmal einen "Termin" für Ihr Hobby, z.B. Radfahren, Jogging, Skilanglauf, Schach, Singen, Musizieren, Theater-/Kinobesuch, Fotografieren usw.!

Die NIM unterstützt Sie! Geben Sie sich einen Ruck, rufen Sie einfach an: (0 89) 3 17 12 12.