Beilage zum Nichtraucher-Info für Mitglieder der Nichtraucher-Initiative München e.V.

 
 
Aktionsprogramm München rauchfreier 2001 vorgelegt

Das Medienecho war ein wenig einseitig. Der zwölfte von 15 Punkten des Aktionsprogrammes München rauchfreier 2001, das allen Stadträten und dem Oberbürgermeister zugestellt wurde, hatte es den Zeitungs- und Fernsehleuten angetan. Es ging ihnen primär um das rauchfreie Bierzelt. Nur am Rande wurden einige der anderen Punkte erwähnt. Doch immerhin: Das rauchfreie Wiesn-Zelt sorgte als Katalysator vielerorts für Diskussionsstoff über die Ausweitung des Nichtraucherschutzes.

Dass die von der tz befragten Wiesn-Wirte sich negativ äußern würden, war zu erwarten. Oberbürgermeister Christian Ude ließ zwar verlauten, dass er die Forderung nach Nichtraucherschutz in Büros, Restaurants und U-Bahnhöfen ernst nehme. Allerdings könne er sich nicht vorstellen, wie sich ein Rauchverbot in einem Wiesn-Zelt durchsetzen ließe. Da scheint er von den Rauchern ja eine ganz schlechte Meinung und von dem Ergebnis der GfK-Umfrage vom September 2000 noch nichts gehört zu haben. Denn immerhin würden 77 Prozent aller Nichtraucher und sogar 23 Prozent der Raucher lieber rauchfrei speisen, zusammen also eine eindeutige Mehrheit von 56 Prozent der Bundesbürger ab 16 Jahren. Und dass diese Mehrheit auch gern auf der Wiesn ihr Maß Bier ohne Tabakgestank trinken will, das ist hundertprozentig anzunehmen.

Außerdem sollte der Oberbürgermeister auch an die ausländischen Gäste, d.h. die Gäste aus aller Welt, denken. Die sind zum großen Teil rauchfreie Gaststätten gewöhnt. Von denen ist immer wieder zu hören, dass sie Deutschland und vor allem München gern besuchen. Was ihnen aber die Reise immer wieder vermiest, ist der Tabakgestank in den Gaststätten und Restaurants. Für alle diese Gäste bietet die Wiesn bisher nur verqualmte Bierzelte. Ein rauchfreies Wiesn-Zelt hätte die Werbewirkung wie eine Werbekampagne für viele Millionen Mark.

Und was die Befürchtung des Oberbürgermeisters betrifft, ein rauchfreies Zelt sei nicht durchsetzbar, dann kennt er nicht die Erfahrungen, die bisher schon mit rauchfreier Gastronomie gesammelt wurden. Demnach respektieren die Raucher vor allem dann ein Rauchverbot, wenn die Beschilderung deutlich ist und es eine Auswahlmöglichkeit gibt.

Die Süddeutsche Zeitung beschränkte sich auf einen 56 Zeilen langen Kommentar zum Aktionsprogramm, den der Verfasser, Wolfgang Görl, mit "Wo kein Rauch, da keine Wiesn" überschrieb. Das brachte den Journalisten Jürgen Christ, Köln, auf die Palme. In einem Leserbrief, abgedruckt am 8. Februar, formulierte er:

Ich habe Ihren Ausführungen entnommen, dass Sie sich in München mehr Orgien wünschen. Dann sollten Sie die Forderung der Nichtraucher nach einem Extrazelt auf der Wiesn eigentlich unterstützen. Würde es ein solches geben, wären 71,7 Prozent der Besucher darin versammelt, das ist nämlich der Anteil der Nichtraucher an der Gesamtbevölkerung. Stellen Sie sich doch einmal diese Gaudi vor. In diesem Konzentrat von Bratenfett, Schweiß, Pissoir etc. würde niemand bemerken, dass der Tabakrauch fehlt. Den Brummschädel gibt es am nächsten Tag auch und die Geldbörse ist unter Garantie ebenfalls abhanden. Da wäre doch die Leitkultur gerettet.

Also geben Sie sich einen Ruck und empfehlen in Ihrem Blatt flugs die Einrichtung eines Nichtraucherzeltes. Doch bitte nicht mit Selters, Müsli und Kurkonzert! Das haben die Antinikotiniker nämlich nirgends gefordert, das würde ihnen auch nie über die Lippen kommen. Schließlich handelt es sich bei denen um ausgesprochene Genießer.

Die beiden Fernsehberichte in RTL II und TV München zeigen wieder einmal, wie wichtig es ist, wer einen Bericht anfertigt. Das RTL II-Team bestand aus lauter Rauchern, das Team des lokalen Fernsehsenders TV München aus lauter Nichtrauchern. Es fällt nicht schwer zu vermuten, wer von beiden den Sachverhalt richtig wiedergegeben hat. RTL II jedenfalls nicht, denn dort weitete man einfach die Forderung nach einem rauchfreien Bierzelt auf die Forderung nach einer rauchfreien Wiesn aus. Dagegen berichtete TV München nicht nur sachlich, sondern auch richtig.

Interessant ist, dass in beiden Fernsehsendern mehr Interviews mit Befürwortern als mit Gegnern eines rauchfreien Bierzelts gebracht wurden. Anscheinend fiel es auch dem Raucher-Team von RTL II schwer, auf die Schnelle Passanten zu finden, die ein rauchfreies Bierzelt ablehnen. Die NIM will die Stadt München dazu bringen, durch eine repräsentative Befragung Münchner Bürger ein Meinungsbild einzuholen.

Mit der Bearbeitung des Aktionsprogramms München rauchfreier 2001 wurde eine Fachdienststelle der Stadtverwaltung beauftragt, mit der die NIM inzwischen Kontakt aufgenommen hat.
 

 

                        Monatliches Vereinstreffen


Jeden 2. Mittwoch im Monat ab 19 Uhr


im Nichtraucherraum des

Hofbräukellers
Innere Wiener Str. 19

erreichbar mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln.

Wenn Sie rauchfrei essen, trinken und sich unterhalten wollen,
kommen Sie doch einfach einmal vorbei:

Termine 2001:

08.05., 13.06., 11.07., 12.09.01

 
      Hofbräukeller mit Nichtraucherraum

André Schmidt, einer der beiden Geschäftsführer, war die treibende Kraft: Seit Februar 2001 bietet der Hofbräukeller auch seinen nichtrauchenden Gästen bayerische Gastlichkeit. Sicher, wer einen hundertprozentig rauchfreien Raum sucht, wird nicht auf seine Kosten kommen. Denn dazu braucht es wohl ein völlig rauchfreies Haus. Doch wer bereit ist, ganz kleine Abstriche zu machen, der kann den Aufenthalt im Nichtraucherraum nahezu rauchfrei genießen. Es ist zu hoffen, dass sich die Großbetriebe der Münchner Gastronomie den Hofbräukeller als Beispiel nehmen und künftig ihren nichtrauchenden Gästen ebenfalls rauchfreie Räumlichkeiten anbieten.
 
   Karikaturenwettbewerb zum Thema Sucht

Auch wenn die Beteiligung der NIM nach außen nicht sichtbar ist: Mit der Zusendung von Aufklebern, Broschüren und Postern hat die NIM einem Teil der Schüler aus dem Landkreis München, die sich an dem bundesweiten Wettbewerb "Mit spitzer Feder gegen die Sucht" beteiligt hatten, Anregungen für Karikaturen zum Thema Sucht gegeben. Vor kurzem konnten die 32 mit dem ersten Preis ausgezeichneten Arbeiten (von insgesamt 9.000) besichtigt werden.

Ein Großteil der prämierten Karikaturen galt den legalen Drogen Alkohol und Nikotin sowie dem Fernsehen. Nur wenige Schüler karikierten den Konsum illegaler Drogen wie beispielsweise Marihuana oder Kokain. Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, was Kinder und Jugendliche wirklich berührt.
 

 
     Aktionsprogramm München rauchfreier 2001

Second-Hand Smoke: Lets Clean the Air lautet das Motto, unter das die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai 2001 gestellt hat. Mit anderen Worten: Die WHO fordert saubere Luft für Nichtraucher.

Gleichzeitig hat die WHO einen Wettbewerb auf lokaler Ebene ausgeschrieben in der Erkenntnis, dass die örtlichen Maßnahmen eine wichtige Rolle für die öffentliche Gesundheit spielen. Deshalb appelliert die WHO an die Bürgermeister aller Städte der ganzen Welt, Kampagnen zur Reinigung der Luft vom "Rauch aus zweiter Hand" in die Wege zu leiten. Die Bürgermeister der Städte mit den erfolgreichsten Initiativen hierfür werden international ausgezeichnet und als Ehrengäste zu einer besonderen Feier des Welt-Nichtrauchertages, die am 31. Mai 2001 in Montreal stattfinden wird, eingeladen. Nähere Informationen gibt es im Internet unter http://tobacco.who.int.

Die Nichtraucher-Initiative München e.V. (NIM) fordert die für die Stadt München Verantwortlichen auf, ihre Möglichkeiten, saubere Luft für Nichtraucher zu schaffen, voll auszuschöpfen. Auch wenn ein wirksamer Nichtraucherschutz häufig nur mit einem ausdrücklichen und eindeutigen Rauchverbot möglich ist, sind die Maßnahmen grundsätzlich wie folgt zu begründen:

Passivrauchen macht krank.
Bitte haben Sie Verständnis, dass Rauchen hier nicht gestattet ist!

Im Einzelnen schlägt die NIM folgende Maßnahmen vor:

Ombudsmann/-frau für Nichtraucherschutz

Das Risiko für Passivraucher, an Krebs zu erkranken, ist 100 mal höher als das Krebsrisiko für Personen, die im selben Zeitraum Asbeststaub in einer Konzentration von 1.000 Fasern pro Kubikmeter einatmen - so 1988 das frühere Bundesgesundheitsamt in einer Stellungnahme an die Bundesregierung. Von jährlich bis zu 5.000 Passivrauchtoten in Deutschland geht das Robert-Koch-Institut aus, das sind umgerechnet 75 Passivrauchtote in München. Allein diese Zahlen machen deutlich, dass das Passivrauchen ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt, das energische Gegenmaßnahmen erfordert.

Die Stadt München ernennt deshalb zum Schutz ihrer BürgerInnen einen Ombudsmann oder eine Ombudsfrau für Nichtraucherschutz. Dieser bzw. diese hat die Aufgabe, Beschwerden und Anregungen der BürgerInnen zum Nichtraucherschutz entgegenzunehmen und den zuständigen Organen der Stadt München Vorschläge zur Verbesserung des Nichtraucherschutzes zu unterbreiten.

Kindergärten

Kindergärten sind in der Regel die ersten Einrichtungen außerhalb des Elternhauses, die das Verhalten von Kindern nachhaltig prägen. Wer vor Kindern raucht oder Kindern den Tabakgestank von Körper und Kleidung zumutet, verletzt seine Aufgabe als ErzieherIn

Die Stadt München untersagt deshalb zum Schutz der Kinder das Rauchen in städtischen Kindergärten grundsätzlich. Bei der Einstellung von ErzieherInnen ist ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass das Rauchen mit ihrer Erziehungsaufgabe nicht zu vereinbaren ist.

Schulen

Schulen sind Bildungseinrichtungen, die letztlich eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft ermöglichen sollen. Die Lehrkräfte haben nicht nur nach der Bayerischen Verfassung, sondern auch nach allgemeinen pädagogisch-ethischen Grundsätzen alles dazu beizutragen, diesen Prozess zu fördern. Dazu gehört sowohl eine gezielte Informationsvermittlung als auch das - hoch wirksame - gelebte Vorbild.

Die Stadt München ergreift deshalb zum Wohl der SchülerInnen in städtischen Schulen folgende Maßnahmen:

1. Das Rauchen im Schulhaus wird nicht nur den SchülerInnen, sondern auch den Lehrkräften untersagt.

2. Bei der Einstellung werden die Lehrkräfte ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Rauchen mit ihrer Erziehungsaufgabe nicht zu vereinbaren ist.

3. Bei Lehrkräften wird auch das Rauchverhalten zum Gegenstand der dienstlichen Beurteilung gemacht.

4. Die Schulleiter werden verpflichtet, die Aufgaben einer Drogenkontakt-Lehrkraft nur NichtraucherInnen zu übertragen.

5. Die Schulleiter werden angewiesen, die
Information der SchülerInnen über die Schädlichkeit des Rauchens deutlich mehr als bisher zu fördern.

6. Lehrern und Schülern wird ein auf die verschiedenen Altersstufen abgestimmtes Informationsmaterial zum Thema Rauchen und Passivrauchen bereitgestellt.

Jugendeinrichtungen

Jugendeinrichtungen sollen der jungen Generation Möglichkeiten sinnvoller Freizeitgestaltung bieten. Sie dürfen keine Übungsstätten für schädliche Verhaltensweisen sein, sondern Orte, an denen ein verantwortungsvoller Umgang der jungen Menschen mit sich selbst zum eigenen Wohl möglich ist und gefördert wird.

Die Stadt München untersagt deshalb zum Wohl von Kindern und Jugendlichen das Rauchen in städtischen Jugendeinrichtungen grundsätzlich. Bei der Einstellung der JugendbetreuerInnen ist ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass das Rauchen mit ihrer Erziehungsaufgabe nicht zu vereinbaren ist.

Krankenhäuser und Kliniken

Wer das Krankenhaus aufsuchen muss, hat in der Regel den Wunsch und das Bedürfnis, so schnell wie möglich wieder gesund zu werden. Rauchen aber verlangsamt oder verhindert den Heilungsprozess. Wer als RaucherIn Patientinnen und Patienten betreut, übt keinen positiven Einfluss auf den Heilungsprozess aus.

Die Stadt München untersagt deshalb zum Wohl der Patientinnen und Patienten das Rauchen in städtischen Krankenhäusern und Kliniken. Rauchmöglichkeiten darf es nur außerhalb des Gebäudes und an einem abgeschirmten (von außen nicht einsehbaren, also nicht vor dem Eingang liegenden) Ort geben.

Alten- und Pflegeheime

Ältere Menschen haben häufig mehr Hemmungen, ihre Bedürfnisse zu äußern, als jüngere. Sie brauchen in der Regel mehr vorbeugenden Schutz vor rücksichtslosem Verhalten.

Die Stadt München untersagt deshalb zum Schutz der in Alten- und Pflegeheimen lebenden BürgerInnen das Rauchen in allen gemeinschaftlich genutzten Räumen.

Schwimmbäder

Durch zeitweise oder ständig geöffnete Türen wird die Luft praktisch in allen Räumen eines Schwimmbades miteinander vermischt. Wenn auch nur in einem Raum geraucht wird, ist die gesamte Luft mehr oder weniger rauchhaltig. Über dem Wasserspiegel verbinden sich Teile des Tabakrauchs mit dem Chlor des Wasser zu besonders gesundheitsschädlichen Stoffen. Auch im Freien wird die Badefreude durch uneingeschränktes Rauchen für manchen nichtrauchenden Badbesucher erheblich beeinträchtigt.

Die Stadt München untersagt deshalb zum Schutz der Badbesucher das Rauchen in allen städtischen Schwimmbädern im Gebäude und beschränkt es im Freien auf bestimmte Flächen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Das Rauchverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln wird von den Fahrgästen nahezu total eingehalten. Immer wieder kommt es jedoch vor, dass Trambahn- und BusfahrerInnen die Pause an den Endhaltestellen dazu benutzen, im Fahrzeug zu rauchen.

Die Stadt München geht deshalb zum Schutz der Fahrgäste in Trambahnen und Bussen gegen FahrerInnen, die die Vorschrift, nicht im Fahrzeug zu rauchen, missachten, arbeitsrechtlich entschiedener als bisher vor.

U- und S-Bahnhöfe

Das Rauchverbot in den U- und S-Bahnhöfen wird von einem großen Teil der Fahrgäste beachtet. Tatsache ist aber auch, dass insbesondere jüngere Fahrgäste an bestimmten Haltestellen, z.B. Marienplatz, ungeniert qualmen. Die Erfahrung zeigt ebenfalls, dass der Ascher auf der Oberseite der vierteiligen metallenen Entsorgungsbehälter in den Bahnhöfen zum Rauchen reizt. Obwohl ein oder zwei Meter entfernt an der Wand Rauchverbotsaufkleber angebracht sind, begründen die RaucherInnen ihr Rauchen häufig mit Hinweis auf den Ascher des Entsorgungsbehälters.

Die Stadt München ergreift deshalb zum Schutz der Fahrgäste in den U-Bahnhöfen folgende Maßnahmen:

1. An allen Eingängen zu den U-Bahnhöfen wird ein deutlich sichtbares Rauchverbotszeichen angebracht.

2. In Durchsagen wird häufiger auf das Rauchverbot hingewiesen.

3. Das Rauchverbot in den U-Bahnhöfen wird öfters kontrolliert und bei wiederholtem Verstoß wird ein Strafantrag wegen Hausfriedensbruch gestellt.

4. Auf den Lochplatten der Entsorgungsbehälter werden Aufkleber mit dem Rauchverbotszeichen und dem Text "Bitte beachten Sie das Rauchverbot in den U- und S-Bahnhöfen!" angebracht.

Wartehäuschen

Auch wenn Wartehäuschen nach einer Seite völlig offen sind, ist doch die gesundheitliche Belastung durch auf der Bank sitzende oder davor stehende RaucherInnen erheblich.

Die Stadt München appelliert deshalb zum Schutz der wartenden Fahrgäste an die RaucherInnen: "Passivrauchen macht krank. Bitte rauchen Sie in größerem Abstand zum Wartehäuschen!"

Öffentliche Gebäude

Manche öffentlichen Gebäude können Nichtraucher nur dann betreten, wenn sie bereit sind, tabakrauchhaltige Luft einzuatmen. Verursacht wird diese Luftverunreinigung hauptsächlich von rauchenden städtischen MitarbeiterInnen an der Pforte oder in einzelnen Zimmern. Hin und wieder rauchen die MitarbeiterInnen auch auf den Fluren. Um die Behandlung ihres Anliegens nicht zu verzögern oder zu gefährden, verzichten die BürgerInnen häufig auf eine Beschwerde.

Die Stadt München verpflichtet deshalb zum Schutz ihrer BürgerInnen ihre MitarbeiterInnen arbeitsrechtlich dazu, nur noch in hierfür vorgesehenen Räumen zu rauchen

Gastronomie

Viele ausländische Gäste klagen darüber, dass sie in den meisten Gaststätten, Restaurants, Cafés usw. nur unter Hinnahme von beißendem Tabakqualm essen und trinken können. In ihren Herkunftsländern sind sie bessere Luft gewöhnt. Doch auch viele Münchner BürgerInnen gehen nur ungern, selten oder überhaupt nicht aus, weil sie sich keinem Tabakgestank aussetzen wollen.

Die Stadt München ergreift deshalb zum Schutz ihrer BürgerInnen und Gäste folgende Maßnahmen:

1. Sie appelliert regelmäßig an alle Gastronomen im Stadtgebiet, ihren Gästen rauchfreies Essen und Trinken zu ermöglichen.

2. Sie fördert die nichtraucherfreundlichen Gastronomiebetriebe durch das Fremdenverkehrsamt in besonderer Weise, z.B. durch ein Verzeichnis dieser Betriebe.

3. Sie führt einen Wettbewerb zur Ermittlung der zehn nichtraucherfreundlichsten Gastronomiebetriebe durch.

4. Sie nützt ihre rechtlichen Möglichkeiten, um den Nichtraucherschutz auch für das Personal in der Gastronomie im Rahmen der gesetzlichen Rahmenbedingungen durchzusetzen.

Oktoberfest

Millionen Gäste aus aller Welt kommen auf die Wies'n. Nur für die RaucherInnen und für einzelne qualm-resistente NichtraucherInnen ist der Aufenthalt in einem Bierzelt ohne Einbußen des Wohlbefindens möglich. Alle anderen leiden stundenlang oder machen am Eingang kehrt.

Die Stadt München bietet deshalb zum Schutz der Wies'n-Besucher mindestens ein rauchfreies Bierzelt an.

Parteien

Nahezu alle Mitglieder des Stadtrats sind Mitglieder einer politischen Partei. Auch wenn die Mitarbeit in den Gremien einer Partei heute mit weniger Zwang zum Mitrauchen verbunden ist als früher: die Zustände sind bei weitem nicht so ideal, wie es wünschenswert ist. Viele nichtrauchende BürgerInnen verzichten auf die Mitgliedschaft und Mitarbeit in einer Partei, weil Letzteres häufig mit dem Einatmen des hochgiftigen Schadstoffgemisches Tabakrauch verbunden ist.

Die Stadt München, der Oberbürgermeister und die Mitglieder des Stadtrats machen deshalb ihren ganzen Einfluss geltend, um für rauchfreie Mitarbeit in den politischen Parteien zu sorgen.

Raucherentwöhnung

Die Suchtwirkung des Nikotins ist vergleichbar mit der von Heroin und Kokain. Deshalb ist es verständlich, wenn es schwer fällt, mit dem Rauchen aufzuhören.

Die Stadt München fördert deshalb in Verbindung mit Gesundheitsorganisationen und der Volkshochschule die Raucherentwöhnung durch ein breites Angebot von Methoden und Mitteln.

Wanderausstellung

Die meisten Multiplikatoren im Bereich Rauchen müssen sich erst mühsam ihr Material für Vorträge, Ausstellungen, Kurse usw. von verschiedenen Bezugsquellen beschaffen. Zudem scheitern viele Bemühungen an den Kosten für die Herstellung wirkungsvoller Ausstellungsstücke oder für den Transport.

Die Stadt München stellt deshalb zur Information vor allem ihrer jungen BürgerInnen die Mittel für mehrere Wanderausstellungen bereit und erleichtert oder übernimmt die Beschaffung von Informationsmaterial.

Fortschreibung des Aktionsprogrammes

Dieses Aktionsprogramm wird auf Grund der Erfahrungen in diesem Jahr fortgeschrieben in einem Aktionsprogramm München rauchfreier 2002.

 
     Rauchfreie Freizeitgestaltung

An dieser Stelle veröffentlicht die Nichtraucher-Initiative München rauchfreie Freizeitveranstaltungen, die ihr bekannt werden. Näheres ist beim jeweils angegebenen Ansprechpartner zu erfahren.

Art Datum Uhrzeit Ort bzw. Gipfel/hm3) Ansprechpartner
Bergwandern
Bergsteigen
Skitouren1)
Sa 21.04.01
Sa 05.05.01
Sa 19.05.01
Sa 26.05.01
Sa 16.06.01
Sa 30.06.01
Sa 07.07.01
Sa/So 14./15.07.01
08:00  
07:30
07:30
07:00
07:00
07:00
07:00

07:00
Zwiesel/800
Fockenstein/800
Brünnstein/900
Lindenkopf/1.000
Kampenwand/1.100
Dürnbachhorn/1.000
Lämpersberg/1.200

Hochfeiler/1.800
Günther K.
(0 89) 3 17 12 12

Tourenführer
Fritz,
Günther,
Paul,
Uli
Wandern So 29.04.01
So 24.06.02
09:34
09:26
Ab Wessling, S5
Ab Possenhofen, S6
Erich H.
(0 89) 49 81 29
Offene Musikbühne jeden
2. u. 4. Fr
im Monat
20:00 - 24:00 Café 
Wildwuchs/Werkhaus,
Leonrodstr. 19
Franz W.
(0 89) 47 98 22
Tanzen4) Fr und So 20:30 - 24:00 Tanzschule Klaus
Sennebogen, Karlstr. 44
Klaus S.
(0 89) 55 58 00
Tanzen Fr 14-täg.
04.01.  usw.
19:30 - 24:00 Sporthotel Krüger
Straubing
Rainer S.
(0 99 61)
72 55
Theaterbesuch
Fr  20.04.01 So 29.04.01
Fr  18.05.01 Sa 18.08.01
20:00 
20:00 
20:00 
17:00
Höllriegelskreuth
Gasthaus zur Post,
Pfanzeltplatz 12
Irmgard H. 
(0 89) 42 55 01
Vereinstreffen der NIM2) jeden 2. Mi. im Monat 19:00 Hofbräukeller, 
Innere Wiener Str. 19
NIM
(0 89) 3 17 12 12
1) Anmeldung erforderlich  
3) hm = Höhenunterschied in Meter           
2) Ausgenommen August 
4) Wegen möglicher Ausnahmen bitte vorher anrufen!
Aufgabe der Nichtraucher-Initiative München (NIM) ist gemäß Satzung u.a. die Förderung vereinsunabhängiger rauchfreier Freizeitgestaltung, z.B. durch Zusammenführung von Interessenten.

Organisieren Sie doch auch einmal einen "Termin" für Ihr Hobby, z.B. Radfahren, Jogging, Skilanglauf, Schach, Singen, Musizieren, Theater-/Kinobesuch, Fotografieren usw.!

Die NIM unterstützt Sie! Geben Sie sich einen Ruck, rufen Sie einfach an: (0 89) 3 17 12 12.