|
Sandra
Decius und Jens Runge, Eltern des zweieinhalbjährigen Thomas,
sind seit drei Jahren Mitglieder der Nichtraucher-Initiative
Deutschland (NID). Sie spendeten die Kosten für 11 Tage
Plakatanschlag des Posters "Kindesmisshandlung
Passivrauchen". Das Foto zeigt sie zusammen mit ihrem Sohn
vor der Plakatwand in der U-Bahn-Haltestelle Giselastraße.
Selbstverständlich
sind alle drei Nie-Raucher. Passivrauchen vermeiden sie so weit
wie möglich, indem sie selten Gaststätten aufsuchen und wenn möglich
nur dort einkehren, wo sie rauchfreie Luft vorfinden. Als
geborene US-Amerikanerin spürt die perfekt Deutsch sprechende
Diplomingenieurin den unzureichenden Nichtraucherschutz
hierzulande besonders stark. Sie leidet sehr mit all den
Kindern, denen es nicht vergönnt ist, in rauchfreier Atmosphäre
aufzuwachsen, und sie möchte alles Mögliche dafür tun, dass
sich diese unhaltbaren Zustände ändern.
Die
Freunde und Bekannten der kleinen Familie sind allesamt
Nichtraucher. Vor mehreren Jahren stellten auch noch die wenigen
Raucher in der nahen Verwandtschaft das Rauchen ein. Sandra und
Jens lieben frische Luft, naturnahes Wandern und sportliche
Bewegung. Sie engagieren sich im Umweltschutzverein GreenCity
e.V., der sich seit 1990 in München mit den Themen Klimaschutz,
nachhaltige Mobilität und Stadtgestaltung auseinandersetzt.
Ziel ist die ökologische Stadtgestaltung und die Verbesserung
der Lebensqualität in der Großstadt. Die Benutzung des
Fahrrads und öffentlicher Verkehrsmittel sind für das Ehepaar
ebenso eine Selbstverständlichkeit wie nicht zu rauchen, um die
Gesundheit zu erhalten. "Alle reden von Umweltschutz",
sagt Jens, Diplomingenieur der Informatik, "aber im
gleichen Atemzug ziehen die Leute freiwillig die schädlichsten
Gifte direkt in ihren eigenen Körper rein!"
Momentan
raucht keiner der acht Nachbarn des kleinen Thomas. Um dies für
alle Zukunft zu sichern, wollen Sandra und Jens die
Wohnungseigentümer dazu bewegen, ein Rauchverbot in das
Grundbuch eintragen zu lassen. Um dies zu erreichen, müssen sie
viel Überzeugungsarbeit leisten. Neun Miteigentümer unter
einen Hut zu bringen ist keine einfache Angelegenheit.
Warum
haben sich Sandra und Jens für eine Plakatwandspende
entschieden? Ein wichtiger Grund dafür ist, dass sie gesehen
haben, wie ihr kleiner Sohn das Rauchen nachgeahmt hat - nicht
das seiner Eltern, denn die rauchen bekanntlich nicht, sondern
das der jugendlichen und erwachsenen Raucher, denen sie bei
Spaziergängen, an den Bus- und Trambahn-Haltestellen und an
vielen anderen Orten begegnet sind. Eine bedenkliche
Beeinflussung eines Noch-nicht-Dreijährigen!
Wenn
auch Sie die Kosten für eine Plakatwand spenden wollen, wenden
Sie sich einfach an die NIM (( 089 317 1212). Haben Sie eine
ganz bestimmte Plakatwand im Auge, geben Sie bitte den Standort
(Straße, Kreuzung, Unterführung,
S-Bahn-/Bus-/Trambahn-Haltestelle usw.) an. Die NIM erkundigt
sich dann bei der Deutschen Städte-Medien GmbH, in welchem
Zeitraum die Plakatwand mit dem Poster "Kindesmisshandlung
Passivrauchen" beklebt werden kann. Dann soll zeitgleich
auch versucht werden, die örtliche Presse einzuschalten, um die
Öffentlichkeitswirkung zu erhöhen.
|