Am 23./24. November fand im Theater an der Leopoldstraße und
der angrenzenden Waldorfschule die erste Veranstaltung des
Forums Kinder-Umwelt und Gesundheit statt. Finanziert vom
Bundesgesundheitsministerium und vom Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie von der
Landeshauptstadt München fanden sich in den Tagungsräumen
Kinder, Eltern, Fachleute und auch einige Politiker ein, um Maßnahmen
zu diskutieren, mit denen die Kinder-Umwelt und die Gesundheit
der Kinder positiv beeinflusst werden können.
Begrüßt wurden die Teilnehmer im gut gefüllten
Theatersaal durch den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt,
Christian Ude. Dieser hielt die von ihm gewohnte spritzige Rede.
Darin schnitt er viele wichtige Punkte an, doch mit keiner Silbe
erwähnte er die wichtigste Umweltverschmutzung in Innenräumen:
Weder das Wort "Rauchen" noch das Wort
"Passivrauchen" tauchte auf. Auch die dritte Rednerin,
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, vermied jedes Wort,
das einen Zusammenhang zwischen Rauchen bzw. Passivrauchen und
Kinder-Umwelt und Gesundheit hätte herstellen können. Das ist
schade, denn beide Redner hatten sonst eine Menge wichtiger
Dinge zu sagen.
Was die beiden Politiker nicht über die
Lippen brachten, forderte der zweite Redner, der Kinderarzt und
Vertreter des Netzwerkes Kindergesundheit- und Umwelt, Dr.
Stephan Böse-O'Reilly: einen wirksamen Schutz der Kinder durch
ein Nichtraucherschutz-Gesetz. Dass das Passivrauchen von vielen
Kindern als die wichtigste Bedrohung ihres Wohlbefinden
angesehen wird, offenbarte der zehnminütige Film, der von einer
Grund-, einer Haupt- und einer Förderschule gedreht worden ist
und noch im Beisein des OB und der Gesundheitsministerin zu
sehen war. Am Beispiel rücksichtslosen Rauchens einer Mutter am
Frühstückstisch und im Auto zeigten die Laiendarsteller, was
sie sich wünschen: reine Luft.
Ob der wegen schlechter Flugbedingungen
(schneebedeckte Landebahn auf dem Münchner Flughafen) nicht
erschienene Bundesumweltminister Jürgen Trittin das Thema
Passivrauchen
in seinem Redetext vorgesehen hatte, geht aus den der Presse überreichten
Unterlagen nicht hervor.
Doch unabhängig davon: Es ist erfreulich,
dass zwei Bundesministerien über den eigenen Tellerrand
hinausblicken und gemeinsam hinter dieser und weiteren
Veranstaltungen stehen. Angestoßen und mit viel Engagement
organisiert wurde die Veranstaltung von einer
"nachgeordneten" Behörde, dem in Neuherberg
residierenden Bundesamt für Strahlenschutz. |
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Den
Informationsstand der NID/NIM betreuten:
Evi Birk-Gruczek,
Ikuko Koyama-Krause, Ernst-Günther Krause,
Alfons Kullnigg,
Jochen Lüders,
Stefan Michel und
Elke Pitzler.
Ihnen allen herzlichen Dank
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