Der Vorsitzende, Herr Ernst-Günther
Krause, begrüßte um 20:05 Uhr im Namen des Vorstands 16 Mitglieder
und einen Gast zur 25. ordentlichen Mitgliederversammlung der
Nichtraucher-Initiative München e.V. Nach Feststellung der
ordnungsgemäßen Einladung und der Beschlussfähigkeit trug er den
Rechenschaftsbericht für das Geschäftsjahr 2000 vor.
Herr Franz Pfeifer gab anschließend
der Mitgliederversammlung das Ergebnis der Rechnungsprüfung
bekannt, die er gemeinsam mit Frau Lieselotte Nachreiner eineinhalb
Stunden zuvor vorgenommen hatte. Danach sind alle Unterlagen
einwandfrei geführt worden.
Dem Antrag auf Entlastung folgte
die Mitgliederversammlung einstimmig bei Enthaltung der
Vorstandsmitglieder.
Anschließend berichtete Herr
Krause über den gegenwärtigen Stand der Bemühungen, eine Mehrheit
der Abgeordneten des Deutschen Bundestages für eine Verbesserung
des Nichtraucherschutzes am Arbeitsplatz durch Änderung der
Arbeitsstättenverordnung zu gewinnen. Außerdem informierte er die
Anwesenden über die Bestrebungen von Abgeordneten, Jugendlichen den
Kauf von Zigaretten an Automaten zu erschweren, und die
Anstrengungen der NID, den Einsatz der fiesen Kino-Werbespots von
Philip Morris zu verhindern.
Die Mitgliederversammlung endete
nach weiteren Diskussionsbeiträgen von Mitgliedern um 21:20 Uhr.
12. Rechenschaftsbericht
Im Rahmen ihrer Aufgaben
versandte die NIM 46 (Vorjahr: 36) individuell formulierte Briefe
bzw. E-Mails, 4.113 (4.266) Briefe mit Druckschriften, Aufklebern
usw. sowie 5 (4) Pakete. Adressaten waren hauptsächlich
interessierte Nichtraucher, einige Rauchentwöhnungswillige, die Münchner
Presse, andere Organisationen und Multiplikatoren sowie
NIM-Mitglieder. Mehrmals forderten Schüler und Studenten Unterlagen
für Referate und Seminararbeiten an.
Bei vier Informationsständen an
insgesamt fünf Tagen (Ignaz-Taschner-Gymnasium in Dachau,
Gesundheitstag in Unterschleißheim, Welt-Nichtrauchertag und
Gesundheits- und Umwelttag in München) nahm die NIM 1.008,80 DM an
Spenden ein.
Für die Internet-Anbindung
sorgte weiterhin Dr. Werner Eberl: "www.ni-muenchen.de".
Dies führte zu einigen neuen Mitgliedern. Über die E-Mail-Adresse
"nim@nichtraucherschutz.de" ist die NIM auch elektronisch
erreichbar.
Nicht alle Pressemitteilungen und
Leserbriefe der NIM fanden ein Echo in den Zeitungen. Doch die
"Ausbeute" der Öffentlichkeitsarbeit kann sich sehen
lassen: drei Zeitungsartikel, zwei Leserbriefe, drei telefonische
Rundfunkinterviews und eine Fernsehdiskussion.
Entwöhnungswillige Raucher aus
dem Münchner Bereich verwies die NIM entweder an die Gruppe der
"Anonymen Nikotinsüchtigen" oder an das Raucher-Telefon
des Deutschen Krebsforschungszentrums (062 21/42 42 00), das montags
bis freitags von 15 bis 19 Uhr mit Fachleuten besetzt ist. Dem
"Weiterreichen" ging allerdings häufig erst eine zum Teil
längere Beratung voraus.
Die Deutsche Bahn konnte von der
NIM dazu gebracht werden, die Verteilung von Zigarillo-Proben in Münchner
S-Bahnhöfen künftig nicht mehr zu gestatten.
Der Sieg der NIM gegen Philip
Morris vor dem Bundesgerichtshof 1984 fand im Jahr 2000 Eingang in
den neuen Beck-Rechtsberater "Ideen schützen lassen?".
Der Verfasser belegte mit dem von der NIM erstrittenen Urteil, dass
die satirische Verwendung von Unternehmenskennzeichen im Einzelfall
zulässig sein kann, dann nämlich, wenn die Auseinandersetzung im
Allgemeininteresse liegt. Es ging im konkreten Fall um das Recht,
ein "Marlboro-Poker" in ein "Mordoro-Poker" zu
verfremden und die Preise Lungenkrebs, Magengeschwür und
Herzinfarkt hinzuzusetzen.
Den Teilnehmern an der
Herbstreise der NIM nach Steeg im Lechtal waren zwei schöne Tage in
reizender Landschaft und mit angenehmen Menschen vergönnt. Der Überschuss
von 756,19 DM kommt dem ideellen Tätigkeitsbereich zugute.
Wie schon in den Vorjahren
verlief die Zusammenarbeit mit anderen lokalen bzw. regionalen
Nichtraucher-Initiativen sowie der Nichtraucher-Initiative
Deutschland und dem Ärztlichen Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit
reibungslos.
Das im Jahr 2000 erarbeitete
Aktionsprogramm "München rauchfreier 2001" fand nur ein
begrenztes Medienecho (rauchfreies Bierzelt), allerdings auch
Nachahmer in anderen Städten - leider mit bisher geringer
"Ausbeute". Doch eines ist sicher: Wir bleiben dran, wir
haken nach und wir werden uns am Ende durchsetzen!
Die NIM zählte am 31. Dezember
2000 930 Mitglieder, das sind 11 mehr als ein Jahr zuvor. Damit ist
die NIM weiterhin die mit Abstand größte lokale
Nichtraucher-Initiative.
Allen, die mitgeholfen haben,
unsere Ziele der Verwirklichung ein Stück näher zu bringen, sagt
der Vorstand herzlichen Dank!
Ernst-Günther Krause